Whiskyglas gefüllt mit Kaffeebohnen – Barrels Coffee mit Fassreifung. Whiskyglas gefüllt mit Kaffeebohnen – Barrels Coffee mit Fassreifung.

Der Whiskykaffee – Beans and Whisky

Barrels & Beans – wenn Kaffee auf Whisky-Aromen trifft

Manchmal entsteht eine Kaffeeidee nicht, weil noch eine weitere klassische Mischung im Sortiment fehlt.

Sondern weil ich wissen möchte:

Was passiert eigentlich geschmacklich, wenn man Kaffee einmal ganz anders denkt?

Genau so ist Barrels & Beans entstanden.

Ich wollte die Aromen von Kaffee mit den charakteristischen Noten ausgewählter Whiskys zusammenbringen – nicht, um den Geschmack des Kaffees zu überdecken, sondern um etwas Eigenständiges entstehen zu lassen.

Dafür brauchte es einige Versuche.

Welcher Rohkaffee passt?

Welche Aromen harmonieren miteinander?

Wie lange braucht die Bohne?

Und natürlich:

Wie muss ich anschließend rösten, damit am Ende Kaffee und die zusätzlichen Aromen miteinander funktionieren?

Heute gibt es daraus zwei Varianten:

Barrels & Beans Edition I und Barrels & Beans Edition II.

WIE ENTSTEHT BARRELS & BEANS?

Die Herstellung beginnt bereits mit dem ungerösteten Kaffee.

Für Barrels & Beans werden die Rohkaffeebohnen in unserer Manufaktur über einen bestimmten Zeitraum in Manufaktur-Holzfässer gegeben und mit Whisky aromatisiert.

Dabei können die Bohnen Aromakomponenten aus ihrer Umgebung aufnehmen.

Erst danach kommt der Kaffee in meinen Röster.

Dort röste ich ihn so, dass die Eigenaromen des Kaffees und die durch die besondere Herstellung hinzugekommenen Aromen möglichst harmonisch zusammenspielen.

Und genau hier wird es spannend.

Denn die Röstung soll aus dem Kaffee keinen Whisky machen.

Es bleibt Kaffee – nur mit einem ganz besonderen Aromenspiel.

UND WAS PASSIERT MIT DEM ALKOHOL?

Diese Frage bekomme ich natürlich immer wieder.

Während des Röstens wirken hohe Temperaturen auf die Bohnen ein. Dabei verflüchtigt sich Alkohol.

Ich möchte trotzdem ganz bewusst nicht behaupten, dass das fertige Produkt garantiert vollständig alkoholfrei ist.

Je nach Herstellungsprozess können flüchtige Bestandteile beziehungsweise geringe Restmengen nicht pauschal ausgeschlossen werden.

Deshalb kommunizieren wir lieber transparent, wie unser Barrels & Beans hergestellt wird, anstatt mit einem absoluten „alkoholfrei“ zu werben.

BARRELS & BEANS EDITION I

Bei unserer Edition I trifft Kaffee auf die Aromatik eines ausgewählten Whiskys.

Als Zutat verwenden wir hierfür Glenlivet Whisky.

Das Zusammenspiel kann nussige, weiche und leicht süßliche Eindrücke hervorbringen, die auf die Eigenaromen des Kaffees treffen.

Und auch hier gilt mein liebster Grundsatz:

Lass dich nicht allein von meiner Beschreibung leiten.

Öffne die Tüte.

Riech zuerst an den Bohnen.

Bereite den Kaffee zu und probiere ihn bewusst.

Was schmeckst du?

Genau das finde ich bei Barrels & Beans besonders interessant.

BARRELS & BEANS EDITION II

Unsere Edition II geht geschmacklich in eine etwas andere Richtung.

Hier verwenden wir als Zutat Auchentoshan Whisky.

Auch bei dieser Edition geht es mir nicht darum, dass eine einzelne Whisky-Note alles andere überdeckt.

Kaffee und Aromatik sollen zusammenspielen.

Deshalb lohnt es sich gerade bei Edition I und Edition II, beide einmal nebeneinander zu probieren.

Nicht mit der Frage:

Welcher ist besser?

Sondern:

Welcher schmeckt mir besser?

DIE AUFBRÜHMETHODE MACHT AUCH HIER EINEN UNTERSCHIED

Barrels & Beans ist ein schönes Beispiel dafür, warum ich Kaffee nicht gerne auf eine einzige Zubereitung festlege.

Denn auch diese Kaffees verändern ihren Charakter, je nachdem, wie du sie aufbrühst.

Im Handfilter kannst du die einzelnen Aromen anders wahrnehmen als beispielsweise in der French Press.

Auch Temperatur, Mahlgrad und Kaffeemenge spielen eine Rolle.

Mein Tipp:

Bereite Barrels & Beans beim ersten Mal möglichst so zu, wie du deinen Kaffee normalerweise trinkst.

So kannst du ihn am besten mit deinen gewohnten Kaffees vergleichen.

Und beim nächsten Mal?

Experimentieren.

ERST RIECHEN, DANN SCHMECKEN

Bei Barrels & Beans würde ich tatsächlich schon vor dem Aufbrühen anfangen.

Öffne die Tüte und riech an den Bohnen.

Dann mahle den Kaffee und riech noch einmal.

Und schließlich probiere ihn aufgebrüht.

Verändert sich deine Wahrnehmung?

Welche Aromen findest du im Duft – und welche später tatsächlich in der Tasse?

Das ist Sensorik, ohne dass wir daraus eine Wissenschaft machen müssen.

EINE BESONDERE GESCHENKIDEE FÜR KAFFEE-ENTDECKER

Natürlich ist Barrels & Beans auch eine schöne Geschenkidee.

Gerade für Menschen, die Kaffee lieben und gerne einmal etwas ausprobieren, das deutlich außerhalb einer klassischen Kaffeemischung liegt.

Aber ich finde:

Man darf ihn sich genauso gut selbst schenken.

Denn Barrels & Beans ist vor allem eines:

eine Einladung zum Probieren und Entdecken.

UND WIE IHR MICH KENNT …

… blieb es natürlich nicht bei diesen beiden Editionen.

Inzwischen habe ich auch mit Rum weiterexperimentiert – und bei uns im Laden findet ihr noch die eine oder andere besondere Variante.

Genau solche Sachen liebe ich an meinem Beruf.

Eine Idee im Kopf haben, ausprobieren, wieder verändern, rösten, probieren – und irgendwann steht etwas vor mir, bei dem ich sage:

Ja, das möchte ich euch zeigen.

Wenn ihr im Laden seid, sprecht mich einfach darauf an. Ich erzähle euch gerne, was gerade da ist – und noch lieber höre ich anschließend, was ihr darin schmeckt und welche Variante euch am besten gefällt.

Vielleicht entdeckt ihr dabei ja euren ganz persönlichen Barrels-&-Beans-Favoriten.

Eure Tina

Geschrieben von: Christina Hofmann